Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung 2015

Jedes Jahr erarbeitet unser Partnerverband, der ARBEITGEBERVERBAND DEUTSCHER ARCHITEKTEN UND INGENIEURE e.V. – ADAI eine unverbindliche Gehaltstarifempfehlung für technische und kaufmännische Angestellte und Auszubildende.

Der ADAI vertritt die gemeinsamen Interessen von über 5.000 freiberuflichen Architekten und Ingenieuren. Für die Architekten-/Planungsbüros, Beratenden Ingenieure/ Ingenieurbüros hat der Verband diesen unverbindlichen Tarifvorschlag erarbeitet. Es handelt sich dabei lediglich um eine Empfehlung.

Zwar besteht derzeit in der Bundesrepublik Deutschland ein Tarifvertrag für die Branche der Architekten und Ingenieure. Allerdings gehört nur ein geringer Anteil der Ingenieur- und Architekturbüros von unter 1 % dem Arbeitgeberverband an, der diesen Vertrag abgeschlossen hat. Für alle anderen Büros ist dieser Tarifvertrag nicht verbindlich.

Tarifverträge sind nach unserer Meinung nicht die richtige Form für Freiberufler. Die Mitarbeiter sollen leistungsgerecht bezahlt werden. Hier genügt deshalb eine Richtlinie, um den einzelnen Büros einen Spielraum je nach Leistungsfähigkeit zu geben.

Gegenüber dem Jahr 2014 erfolgte eine Anhebung der Gehaltstarifempfehlung um 2 %. Eine Ausnahme stellen die Gehälter in der Gehaltstabelle unter T1/K1 dar, die unter Berücksichtigung der Einführung des Mindestlohns stärker erhöht wurden.

Die Sätze für Arbeitslöhne in den „neuen“ fünf Bundesländern sind um 5% auf 95% gestiegen.

Die Urlaubsdauer wird nicht mehr nach Lebensalter gestaffelt, da sich die Rechtsprechung unter dem Aspekt des Gleichbehandlungsgrundsatzes geändert hat. Differenzierungen aufgrund Alters sind nur noch unter Ausübung eines Ermessenspielraumes möglich, bei der auch die Art der Tätigkeit ein Rolle spielt. Da jeder Einzelfall betrachtet werden muss, besteht hier eine erhebliche Rechtsunsicherheit.

Es werden daher nun für Angestellte einheitlich 24 Arbeitstage (bezogen auf eine 5-Tage-Woche) empfohlen.

Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt §19 Jugendarbeitsschutzgesetz.

Eine Sondervergütung wie in § 8 kann zusätzlich gewährt werden. Allerdings besteht nach einer Änderung der Rechtsprechung fast nicht mehr die Möglichkeit, im Arbeitsvertrag einen Freiwilligkeitsvorbehalt bezüglich einer Sonderzahlung zu vereinbaren. Wenn eine Sondervergütung arbeitsvertraglich geregelt ist, so gilt sie i.d.R. als verbindlich.

Sie finden die Gehaltstarifempfehlung 2015 als pdf-Datei unter DOWNLOAD.